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 smaragdgrün by butta

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butta

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BeitragThema: smaragdgrün by butta   Fr 04 Jun 2010, 15:17

In der Limousine hatte ich das Gefühl wie auf Steinen zu sitzen. Noch nie kamen mir die Sitze so unbequem vor wie jetzt. Auch alles andere schien irgendwie viel düsterer zu sein als vorher. Es war so als hätte jemand mir die rosarote Brille abgenommen, durch die alles schöner und besser gewesen war – zumindest von Zeit zu Zeit- und als würde ich nun alles sehen wie es wirklich war. Es war bereits Dunkel und hatte angefangen zu regnen. Stumpf blickte ich durch die Scheiben und sah den Tropfen zu wie sie daran herunter rannen. Die Kälte in mir hatte sich in meinem ganzen Körper ausgebreitet. Ich fühlte mich leer und steif, nicht mehr wie ich. Die ganze Fahrt verlief schweigend und alles was in meinem Kopf war, war nur dieses eine Wort: „Warum?“
Ich beobachtete den Regen weiter und stellte mir vor, dass der Himmel an meiner Stelle weinte. Ich wollte nicht vor irgendjemanden hier in Tränen ausbrechen. Es hatte doch bereits gereicht, dass ich mehrmals verheult vom elapsieren zurückgekommen war. Allerdings machte ich mir keine Gedanken mehr was sie von mir dachten. Es war mir egal. Alles war mir gerade egal. Ich wusste überhaupt nicht mehr was ich jetzt machen sollte, wie ich mich verhalten sollte und wie es verdammt noch mal weiter gehen sollte. Mir war klar, dass ich ihn jeden Tag wieder sehen würde und dass es immer wieder wehtun würde, aber es war einfach nicht möglich ihm aus dem Weg zu gehen, wenn ich nicht unkontrolliert durch die Zeitspringen wollte.
Ich lehnte mich seufzend mehr in die, für mich, steinerne Lehne des Autositzes. Die Fahrt kam mir heut so unendlich viel länger vor als sonst. Meiner Meinung nach hätten wir schon längst da sein müssen.
Xemerius sah mich die ganze Zeit an ohne etwas zu sagen. Sein Eidechsenschwanz peitsche immer wieder leise auf die Polster. Dann schien er es nicht mehr auszuhalten.
„Wieder dein Heuhaufenfreund?“, fragte er und ich hörte die Besorgnis aus seiner Stimme. Ich musste wirklich ein jämmerliches Bild abgeben, dass sich sogar Xemerius sorgen machte und das trotz seiner tollen Entdeckung, dass irgendwas in meinem Haus versteckt war. Aber ich hatte weder darauf Lust herauszufinden um was es sich dabei Handelte, noch mit ihm über Gideon zu reden. Oder überhaupt mit jemanden über den Kotzbrücken, der mir gleich zweifach das Herz gebrochen hatte zu sprechen.
„Okay …du willst also offenbar nicht drüber reden, was?“, versuchte er es noch einmal.
Doch ich schweig und verharrte wie versteinert in meiner Position und starrte nach draußen.
Schließlich hielt der Wagen endlich und ich stieg aus. Etwas unterkühlt verabschiedete ich mich für heute von Mr. George, der mich hergebracht hatte. Und auch wenn es vielleicht etwas ungerecht war so kühl zu ihm zu sein, nicht nur weil er nichts dafür konnte, sondern auch weil er mich ja mehrfach gewarnt hatte, war es mir in dem Moment so was von egal.
Mr. Bernhart wartete bereits an der geöffneten Tür. Offenbar hatte er mich schon erwartet. Ohne ihn zu Begrüßen und möglichst ohne einen meiner Familienmitglieder zu begegnen huschte ich nach oben in mein Zimmer. Ich wollte niemanden sehen, mit niemanden reden. Ich wollte nicht das mitleidige Gesicht meiner Mutter sehen und schon gar nicht ein selbstgefälliges Grinsen meiner Cousine Charlotte. Ich hatte jetzt einfach keinen Nerv für so was. Ich wollte keine Vorwürfe hören, nicht hören wie normal ich war. Ich wollte überhaupt nichts mehr hören oder sehen. Das Einzige was ich jetzt wollte war allein sein und weinen.
Ich spürte nicht mal mehr Hunger oder dergleichen. Vielleicht würde ich nie wieder etwas essen können, schoss es mir durch den Kopf. Alles was ich spürte war der Schmerz in mir, das Loch an der Stelle wo mein Herz hätte sein sollen und die Kälte.
Seufzend war ich mich auf mein Bett, nachdem ich mir meinem iPod geschnappt hatte. Ich schob mir die Kopfhörer in die Ohren und machte laut Hallelujah an. Das Lied hatte ich mir extra nach der Gemeinsamen Tanzstunde mit Gideon bei Cousine Sofa herunter geladen um mich immer wieder daran erinnern zu können. Schon als die ersten Töne erklangen schossen mir Tränen in die Augen und begannen unkontrolliert zu laufen.
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